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BTC65.729−2,21 % Block967.228 Gebühr1 sat/vB0,09 Mempool71.614 Tx Halving82.772 Blöcke
16.09.2026 · 04:40 UTC
Wissen

Das Halving einfach erklärt: warum alle vier Jahre die Hälfte wegfällt

· 3 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Alle 210.000 Blöcke — grob alle vier Jahre — halbiert sich die Menge neuer Bitcoin, die ein Miner für einen Block bekommt. Das ist keine Entscheidung, sondern eine Zeile im Programm, und daraus ergibt sich die Obergrenze von 21 Millionen. Für Miner sinkt damit die Einnahmequelle, die nicht aus Gebühren stammt — langfristig muss der Betrieb des Netzes stärker aus Transaktionsgebühren getragen werden.

Es ist der einzige Termin im Bitcoin-Kalender, der Jahre im Voraus feststeht — und er steht nicht in einem Kalender, sondern in einer Zeile Programmcode.

Zurzeit steht das Netz bei Block 967.228.

Was ein Miner überhaupt bekommt#

Etwa alle zehn Minuten wird ein neuer Block an die Kette gehängt. Wer ihn findet, bekommt zwei Dinge:

Die Blockbelohnung — neu erzeugte Bitcoin, die es vorher nicht gab. Das ist der einzige Weg, auf dem neue Coins entstehen.

Die Gebühren aller Transaktionen, die in diesem Block stehen.

Die Blockbelohnung ist bis heute der größere Teil. Und genau sie halbiert sich.

Die Regel#

Alle 210.000 Blöcke fällt die Blockbelohnung auf die Hälfte. Bei rund zehn Minuten je Block sind das etwa vier Jahre.

ZeitraumBelohnung je Block
ab 200950 BTC
ab 201225 BTC
ab 201612,5 BTC
ab 20206,25 BTC
ab 20243,125 BTC
ab 20281,5625 BTC

Das geht so weiter, bis die Belohnung so klein wird, dass sie in der kleinsten Einheit nicht mehr teilbar ist. Danach entstehen keine neuen Bitcoin mehr — voraussichtlich um das Jahr 2140.

Woher die 21 Millionen kommen#

Die oft genannte Obergrenze ist keine gesetzte Zahl. Sie ist das Ergebnis dieser Halbierungen.

Rechne 210.000 Blöcke mal 50 BTC, dann 210.000 mal 25, dann mal 12,5 — und addiere alle Stufen. Die Summe dieser Reihe läuft gegen knapp 21 Millionen.

Deshalb steht die Zahl nirgends im Programm. Sie folgt aus der Halbierungsregel, so wie eine Summe aus ihren Summanden folgt.

Warum es überhaupt eingebaut wurde#

Eine neue Währung hat ein Startproblem: Am Anfang gibt es keine Nutzer und keine Gebühren, aber es braucht schon Rechenleistung, damit das Netz sicher ist.

Die hohe Anfangsbelohnung löst das — sie bezahlt die frühen Miner aus der Ausgabe neuer Coins. Und weil dieser Zuschuss mit der Zeit halbiert wird, verschiebt sich die Finanzierung langsam von der Ausgabe zu den Gebühren.

Das ist der eigentliche Sinn: ein geplanter Übergang, kein Countdown.

Was am Halving-Tag passiert#

Für dich als Besitzer: nichts.

Deine Coins bleiben deine Coins, Adressen ändern sich nicht, Wallets müssen nichts tun. Überweisungen laufen weiter wie zuvor. Der Wechsel geschieht bei einem bestimmten Blockstand, in einer Sekunde, ohne dass irgendwo etwas umgestellt wird.

Für Miner ändert sich mehr: Ihre Einnahmen aus der Belohnung halbieren sich über Nacht, während Strom und Hardware gleich teuer bleiben. Wer knapp gerechnet hat, schaltet ab. Die Schwierigkeit passt sich in den Wochen darauf an, und das Netz findet ein neues Gleichgewicht.

Was es für die Gebühren bedeutet#

Hier liegt die interessantere langfristige Frage.

Je kleiner die Blockbelohnung wird, desto stärker müssen Transaktionsgebühren den Betrieb tragen. Heute machen sie meist einen kleinen Teil der Mineingahmen aus; in einigen Jahrzehnten müssen sie den Hauptteil ausmachen.

Ob das aufgeht, ist eine offene Frage — und eine der ehrlicheren offenen Fragen an Bitcoin. Sie ist ein Grund, warum Zahlungen auf einer zweiten Ebene wie dem Lightning Network an Bedeutung gewinnen: Sie bündeln viele kleine Zahlungen, die sonst gar nicht erst in die Blockchain kämen.

Was eine Überweisung gerade kostet, zeigt der Gebührenrechner: zurzeit etwa 0,09 € bei 1 sat/vB.

Was hier nicht steht#

In vielen Texten folgt an dieser Stelle eine Aussage über den Kurs — weniger neue Coins, also steigender Preis.

Diese Seite macht keine Kursprognosen. Nicht aus Vorsicht, sondern weil sie nichts wert wären: Der Termin ist seit Jahren bekannt, und was alle wissen, ist im Preis längst enthalten. Alles Weitere wäre Meinung im Gewand einer Rechnung.

Was sich sicher sagen lässt, ist die technische Seite: Die Ausgabe neuer Coins sinkt, planmäßig, öffentlich nachrechenbar. Was der Markt daraus macht, ist eine andere Frage — und keine, die man beantworten kann.

Keine Anlageberatung. Dieser Text erklärt, wie etwas funktioniert — er sagt nicht, was du kaufen sollst. Alle Angaben ohne Gewähr.
Die bitinformer-Redaktion

Wir erklären Bitcoin für Leute, die gerade erst anfangen — ohne Vorwissen vorauszusetzen und ohne zu sagen, was du kaufen sollst. Die Zahlen auf dieser Seite kommen direkt aus dem Bitcoin-Netz und von CoinGecko; wo eine Quelle schweigt, steht ein Strich statt einer Schätzung.

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