Muss ich einen ganzen Bitcoin kaufen? Was ein Satoshi ist
Nein. Ein Bitcoin ist bis auf acht Nachkommastellen teilbar — die kleinste Einheit heißt Satoshi, ein Hundertmillionstel. Für 50 Euro bekommst du heute rund 75.000 Satoshi. Nach unten begrenzt dich nicht die Technik, sondern die Gebühr: Bei kleinen Beträgen frisst die Netzgebühr einen spürbaren Anteil, weil sie nicht am Betrag hängt, sondern an der Größe der Überweisung.
Es ist die erste Frage, die fast jeder stellt, und sie beruht auf einem Missverständnis, das der Kurs erzeugt: Bei einem Bitcoin um 65.725 € klingt Einsteigen nach einer Entscheidung über eine sehr große Summe.
Ist es nicht. Du kannst für 20 Euro kaufen.
Ein Bitcoin sind 100 Millionen Satoshi#
Bitcoin ist von Anfang an mit acht Nachkommastellen gebaut. Die kleinste Einheit ist ein Hundertmillionstel und heißt Satoshi — nach dem Pseudonym des Erfinders.
| Einheit | in Bitcoin | Wert heute |
|---|---|---|
| 1 BTC | 1 | 65.725 € |
| 1 mBTC (Milli) | 0,001 | rund ein Tausendstel davon |
| 1 Satoshi | 0,00000001 | 0,00066 € |
Ein Satoshi ist heute rund 0,00066 Euro wert. Anders herum: Für einen Euro bekommst du derzeit einige tausend Satoshi.
Viele rechnen deshalb gar nicht mehr in Bitcoin, sondern in Satoshi — dann steht auf dem Bildschirm eine gewohnte Zahl statt einer mit sechs Nullen nach dem Komma. Auf der Startseite dieser Seite steht der aktuelle Wert.
Was du für einen Betrag bekommst#
Beim Kauf gibst du in der Regel den Euro-Betrag ein, nicht die Menge. Die Börse rechnet um.
| Du zahlst | Du bekommst ungefähr |
|---|---|
| 20 € | 30.000 Satoshi |
| 50 € | 75.000 Satoshi |
| 100 € | 150.000 Satoshi |
Die Zahlen bewegen sich mit dem Kurs — die Größenordnung bleibt: kleine Beträge ergeben große Satoshi-Zahlen.
Wo die Grenze nach unten wirklich liegt#
Technisch gibt es fast keine. Praktisch gibt es zwei.
Der Mindestbetrag der Börse. Die meisten Anbieter setzen eine Untergrenze, häufig zwischen 1 und 25 Euro. Das ist eine Hausregel, keine Eigenschaft von Bitcoin.
Die Netzgebühr, und die ist der eigentliche Punkt. Willst du deine Coins von der Börse auf eine eigene Wallet holen, kostet das eine Überweisung. Und diese Gebühr hängt nicht am Betrag, sondern an der Größe der Überweisung in Bytes.
Zurzeit sind das etwa 0,09 € — unabhängig davon, ob du 20 € oder 2.000 € bewegst.
| Betrag | Gebühr 0,09 € entspricht |
|---|---|
| 20 € | mehreren Prozent |
| 200 € | einem Bruchteil davon |
| 2.000 € | praktisch nichts |
Daraus folgt keine Mindestsumme, sondern eine Gewohnheit: Sammle mehrere kleine Käufe auf der Börse und hole sie in einem Zug ab. Zehnmal 20 € einzeln abzuholen kostet zehnmal Gebühr; einmal 200 € abzuholen kostet einmal.
Was eine Überweisung gerade kostet, zeigt der Gebührenrechner mit den Werten aus dem Netz.
Für Alltagsbeträge gibt es einen zweiten Weg#
Wer wirklich kleine Beträge bewegen will — ein paar Euro —, ist auf der Blockchain am falschen Ort. Dafür gibt es das Lightning Network: Zahlungen in Sekunden, Gebühren im Bereich einzelner Satoshi.
Der Ein- und Ausstieg findet allerdings wieder auf der Blockchain statt und kostet dort das Übliche.
Was das für einen Sparplan bedeutet#
Weil die Teilbarkeit so weit geht, funktionieren regelmäßige kleine Käufe problemlos: 25 € im Monat sind eine ganz normale Order.
Was aus einem monatlichen Betrag über die Jahre geworden wäre, rechnet der Sparplan-Rechner mit echten historischen Monatskursen durch — rückwärts, nicht als Prognose.
Der Satz zum Merken#
Die Frage „Kann ich mir einen Bitcoin leisten?" ist die falsche Frage. Man kauft keine Stückzahl, man kauft einen Betrag. Ein ganzer Bitcoin ist keine Einstiegshürde, sondern nur eine Zahl mit acht Nullen dahinter.