
Kraken-Konto löschen: der Punkt, den die App nicht mitkündigt
Kraken verlangt ein abgeräumtes Konto: erst alle Mittel abheben, dann schließen. Den Kontoverlauf kannst du vorher als Datei exportieren, und genau das solltest du auch tun — nach der Schließung kommst du nicht mehr heran. Der Punkt, der am häufigsten übersehen wird: Ein Abonnement, das über App Store oder Google Play läuft, endet nicht automatisch mit dem Konto und muss dort getrennt gekündigt werden.
Kraken macht die Schließung geradliniger als die meisten: keine Betragsschwelle, keine lange Liste an Sperren, kein Umweg über den Support. Dafür gibt es einen Punkt, den fast alle übersehen — und der kostet danach weiter Geld.
Die allgemeine Reihenfolge steht unter Krypto-Konto schließen.
Das Abo endet nicht mit dem Konto#
Wenn du ein Abonnement über den App Store oder Google Play abgeschlossen hast, läuft es weiter, auch wenn das Kraken-Konto zu ist. Es hängt an deiner Apple- oder Google-Anmeldung, nicht an Kraken — und wird deshalb auch nur dort gekündigt.
Das ist keine Kraken-Eigenheit, sondern die Bauart von Abos in App-Stores. Auffallen tut es trotzdem erst auf der nächsten Abrechnung, wenn niemand mehr da ist, den man fragen könnte.
Also: erst im Store kündigen, dann das Konto schließen.
Erst abräumen#
Vor der Schließung müssen alle Mittel vom Konto abgehoben sein. Krypto auf die eigene Wallet, Euro aufs Bankkonto.
Zwei Dinge dauern dabei länger, als man plant. Auszahlungen gehen auf ein Bankkonto, das auf deinen Namen läuft — stimmt der Name nicht überein, verzögert sich das oder scheitert. Und die erste Auszahlung wird zur Sicherheit oft von Hand geprüft, statt sofort durchzulaufen. Plane das ein, statt am Löschtag darauf zu warten.
Klemmt die Auszahlung grundsätzlich, ist die Schließung das falsche Werkzeug: Sie nimmt dir den Zugang zu dem, was noch offen ist. Die Wege stehen unter Börse zahlt nicht aus.
Den Kontoverlauf exportieren#
Kraken bietet den Export des Kontoverlaufs als Datei an, und zwar bevor du schließt. Nutze das.
Nach der Schließung ist der Zugang weg, die Steuerpflicht aber nicht: Nachweisen musst du sie selbst, und das Finanzamt fragt unter Umständen Jahre später. Welche Angaben in die Erklärung gehören, steht unter Steuererklärung: die Formulare; was zu versteuern ist, rechnet der Krypto-Steuerrechner.
Wo die Schaltfläche sitzt#
In der App: Kontoeinstellungen → Kontodetails → ganz unten „Konto schließen".
Im Browser: Kontosymbol oben rechts → Einstellungen → herunterscrollen bis „Konto schließen".
Den Support brauchst du dafür nicht. Er wird erst nötig, wenn vorher etwas klemmt — eine hängende Verifizierung oder ein Anmeldeproblem.
Auf den genauen Pfad ist kein Verlass, Oberflächen ändern sich. Der Punkt sitzt aber verlässlich in den Kontoeinstellungen, nicht in einem Hilfebereich.
Was danach bleibt#
Die Schließung schaltet die Dienste ab; hinein kommst du danach nicht mehr. Und wie bei jedem regulierten Anbieter bleiben Ausweisnachweise und Transaktionsdaten wegen der Geldwäscheprävention und der steuerlichen Aufbewahrungsfristen gespeichert — mehrere Jahre, unabhängig davon, ob du noch Kunde bist.

