
Coinbase-Konto löschen: erst leerräumen, dann schließen
Coinbase verlangt ein leeres Konto: Guthaben auszahlen oder an einen anderen Nutzer senden, dann Einstellungen, Sicherheit, Konto schließen — mit Passwort bestätigt. Wichtiger als der Klickweg ist die Reihenfolge davor: Nach der Schließung kommst du an die Handelshistorie nicht mehr heran, brauchst sie aber für die Steuer. Ein Teil der Daten bleibt wegen gesetzlicher Aufbewahrungsfristen ohnehin erhalten.
Bei Coinbase ist die Schließung unauffälliger geregelt als bei anderen Anbietern — kein Schwellenwert, keine lange Liste an Sperren. Die Fallstricke liegen deshalb woanders: in dem, was du danach nicht mehr bekommst.
Die allgemeine Reihenfolge steht unter Krypto-Konto schließen. Hier geht es um den konkreten Ablauf.
Das Konto muss leer sein#
Solange noch etwas darauf liegt, geht die Schließung nicht durch. Zwei Wege führen hinaus: auszahlen — Krypto auf die eigene Wallet, Euro aufs Bankkonto — oder das Guthaben an einen anderen Coinbase-Nutzer senden.
Achte dabei auf die Reste. Bruchteile von Münzen unterhalb der Auszahlungsgrenze bleiben sonst liegen, und mit dem Konto sind sie weg. Oft lassen sie sich vorher in eine auszahlbare Währung tauschen.
Wie ein Verkauf abläuft und was er kostet, steht unter Bitcoin verkaufen.
Wo die Schaltfläche sitzt#
Im Browser anmelden, dann Einstellungen → Sicherheit → „Konto schließen". Zur Bestätigung wird das Passwort verlangt.
Der Weg über den Browser ist der zuverlässige. In der App fehlt der Punkt je nach Fassung, und wer ihn dort sucht, sucht lange.
Wie überall gilt: Oberflächen werden umgebaut. Findest du den Punkt nicht, such in den Kontoeinstellungen nach Sicherheit oder Datenschutz.
Was du vorher herunterlädst#
Das ist der Teil, den die Anleitungen meist auslassen, und der später wehtut.
Nach der Schließung ist der Zugang weg — und damit die Handelshistorie, die Ein- und Auszahlungen, die Steuerberichte und die Gebührenabrechnungen. Die Steuerpflicht endet nicht mit dem Konto, und nachweisen musst du sie selbst. Das Finanzamt fragt unter Umständen Jahre später.
Also alles herunterladen, solange der Zugang steht. Welche Angaben in die Erklärung gehören, steht unter Steuererklärung: die Formulare; was am Ende zu versteuern ist, rechnet der Krypto-Steuerrechner.
Schließen oder einfach liegen lassen?#
Eine geschlossene Anmeldung lässt sich in aller Regel nicht wiederbeleben; wer zurückkommt, meldet sich neu an und verifiziert sich neu.
Wenn dich vor allem stört, dass noch ein Konto existiert, ist das ein Grund zu schließen. Wenn du bloß unsicher bist, ob du es nochmal brauchst, ist das Liegenlassen die umkehrbare Variante — dann aber mit Zwei-Faktor-Anmeldung und einem Passwort, das nirgends sonst benutzt wird. Wie das geht, steht unter Konto absichern mit zwei Faktoren.
Was trotzdem gespeichert bleibt#
Die Löschung des Kontos ist nicht die Löschung aller Daten. Ausweisnachweise und Transaktionsdaten unterliegen der Geldwäscheprävention und den steuerlichen Aufbewahrungsfristen — mehrere Jahre, unabhängig davon, ob du noch Kunde bist.
Ein Löschantrag nach Datenschutzrecht ändert daran nichts. Was endet, ist die Nutzung; die Aufbewahrung läuft weiter, bis die Frist abgelaufen ist.
